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Die Wunde

Unter einer Wunde (lateinisch vulnus) versteht man zerstörtes Gewebe. Neben Verletzungen und Operationen können auch Infektionen oder Gewebstod eine Wunde verursachen.

Die Wundheilung - Phasen der Wundheilung

Die Entzündungsphase

In der Entzündungsphase (auch als Exsudations- oder Inflammationsphase bezeichnet) bildet sich über der Wunde ein sogenanntes Fibrinnetz (Eiweiß), dieses dient dem Verkleben der Wundränder. Zudem wird in dieser Phase das sogenannte Wundsekret gebildet. Diese Flüssigkeit enthält Entzündungszellen und reinigt gewissermaßen die Wunde von Keimen und Fremdkörpern. Sogenannte Makrophagen (Fresszellen) beseitigen ferner Zelltrümmer in der Wunde und den sich anfangs gebildeten Blutpfropf. Spezielle Bindegewebszellen beginnen damit, das zerstörte Wundgebiet wieder aufzubauen. Ein feuchtes Wundgebiet ist dabei vorteilhaft. Die Entzündungsphase dauert 1 bis 3 Tage.

Die Granulationsphase

In der Granulationsphase (auch als Proliferationsphase bezeichnet) wird das Wundgebiet mit Granulationsgewebe (Füllbindegewebe) aufgefüllt und zugleich das Fibrinnetz aus der Entzündungsphase wieder abgebaut. Des Weiteren sprießen neue Blutgefäße in die Wunde ein. Die Granulationsphase dauert etwa vom 4. bis zum 12. Tag nach Wundentstehung. Um den 10. Tag herum beginnt die Ausbildung von Kollagenfasern. Kollagen ist ein wesentlicher Bestandteil von Bindegewebe. Neues Gewebe in der Granulationsphase kann sich jedoch nur dann gesund entwickeln, wenn im Wundgebiet optimale Bedingungen vorherrschen.

Die Phase der Narbenbildung - Regenerationsphase

In der Phase der Narbenbildung (auch als Regenerationsphase bezeichnet). schließt sich die Wunde. Der Wundverschluss besteht aus Deckgewebe der Oberhaut und neuem Gewebe aus der Wunde. Aufgrund der vielen Kollagenfasern ist Narbengewebe weniger elastisch und somit minderwertiger als gesunde Haut. Die Regenerationsphase beginnt üblicherweise am 13. Tag nach Wundentstehung und kann bis zu mehreren Wochen andauern.

Die Wundheilungsstörungen - Ursachen und Folgen von Wundheilungsstörungen

Was sind Wundheilungsstörungen?

Als Wundheilungsstörung bezeichnet man einen verzögerten bzw. atypischen Ablauf der Wundheilung. Wundheilungsstörungen können durch systemische und lokale Faktoren bedingt sein. Die Wundheilung ist ein komplizierter Prozess und erfolgt nach einem fein abgestimmten System. Der Körper ist bemüht, den Defekt so schnell wie möglich durch verlorenes Gewebe zu ersetzen und die Wunde zu schließen. Hierbei sind viele verschiedene Zellen, Botenstoffe und andere Substanzen beteiligt. Die Wundheilung durchläuft unterschiedliche Phasen.

Manche Wunden brauchen sehr lange um zu heilen, mitunter heilen Wunden auch gar nicht ab. Eine verzögerte oder atypische Heilung wird unter dem Begriff Wundheilungsstörung zusammengefasst. Bleibt eine Wunde bei gestörtem Heilungsprozess unversorgt, kann es zu schweren Entzündungen kommen. Schlimmstenfalls kann dadurch das Leben des Patienten bedroht werden, besonders, wenn es sich um eine große Wunde handelt. Eine entsprechende ärztliche Versorgung ist daher unverzichtbar.

Ursachen für Wundheilungsstörungen

Die Ursachen für Wundheilungsstörungen sind vielfältig. Grundsätzlich heilen Wunden bei jungen Menschen besser als bei älteren. Oftmals ist auch eine fehlerhafte Wundversorgung verantwortlich für den beeinträchtigten Heilungsprozess.

Auch der individuelle Gesundheitszustand des Patienten kann die Wundheilung beeinträchtigen. Erkrankungen wie Diabetes, Krampfadern, Durchblutungsstörungen, Beinödeme können Wundheilungsstörungen verursachen, ebenso wie bestimmte Medikamente. Ebenso sind Eiweißmangel, Vitaminmangel oder starkes Übergewicht weitere Faktoren, die zu Problemen bei der Wundheilung führen können.

Den Spruch „Die Zeit heilt alle Wunden“ können manche Menschen mit Wundheilungsstörungen schon lange nicht mehr glauben.

Viele Betroffene haben oft einen jahrelangen Leidensweg mit dauerhaft offenen oder wiederholt aufgehenden Wunden hinter sich.

Diesen Leidensweg zu durchbrechen ist unser Ziel!

Folgen von Wundheilungsstörungen

Die Behandlung von chronischen Wunden stellt neben persönlichen Leiden der Betroffenen auch einen hohen Kostenfaktor dar.

Eine verzögerte Heilung von Wunden ist für den Patienten, oft auch für das persönliche Umfeld beschwerlich und eine große Belastung. Der Leidensdruck ist sehr hoch. Selbst Depressionen und soziale Isolation können die Folge sein.

Darum ist es immens wichtig, Wundheilungsstörungen von vornherein zu verhindern bzw. so rasch als möglich eine adäquate, sinnvolle und konsequente ganzheitliche Therapie angepasst an die Lebensumstände des Einzelnen auszuwählen und einzuleiten.

Das EK MedWundCenter ist spezialisiert auf

Wunden die ein Professionelles Wundmanagement erfordern
  • Chronische nicht heilende Wunden (Wundheilungsstörungen, verzögerte Wundheilung)
  • Diabetisches Fußsyndrom (Diabetischer Fuß)
  • Ulcera (Geschwüre, offene Wunden vorzugsweise an den Beinen)
  • Dekubitus (Wundliegen)
  • Nässende Wunden
  • Gangrän (Absterben des Gewebes meist durch arterielle Durchblutungsstörung)
  • Postoperative Wundheilungsstörungen, Wundheilungsstörungen nach Amputationen
  • Nekrosen (schwarzes abgestorbenes Gewebe)
  • Infizierte Wunden
  • Schmerzende Wunden
  • Thermische Wunden durch Verbrennungen, Verbrühungen oder Erfrierungen
  • Hautschäden nach Strahlentherapie oder sonstigen Irritationen
  • Schürf-, Biss- und Schnittwunden